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5. Newsletter 12. Mai 2024

Mütter müssen genährt werden 

Gespräch mit Giovanna Caflisch

"Stillen ist 90 Prozent Entspannung und 10 Prozent Knowhow", habe ich einmal gelesen und diesen Satz nie mehr vergessen. Eine Mutter kann sich noch so viel Wissen zum Stillen aneignen, wenn es ihre inneren und äußeren Lebensumstände nicht zulassen, dass sie entspannt sein kann, wird sie das Stillen möglicherweise als schmerzhaft erleben oder aber die Milch wird nicht (gut) fließen. Das Baby, frustriert über den spärlichen oder langsamen Milchfluss und dem Stress der Mutter ausgesetzt, wird höchstwahrscheinlich mit Schreien oder Unruhe reagieren, was die negativen Gefühle der Mutter noch verstärkt. Da entsteht eine Problematik, die zu komplex ist, als dass man sie in einer einfachen Stillberatung lösen könnte. Fachleute, die körpertherapeutische Methoden anbieten (wie meine Gesprächspartnerin im anschließenden Interview), können betroffene Mütter weiterführend unterstützen.

Sibylle Lüpold: Frau Caflisch, welche Mütter kommen zu Ihnen in Behandlung?
Giovanna Caflisch: Meistens handelt es sich um Mütter, deren Start in die Mutterschaft erschwert ist und bei denen es zum Beispiel Bindungsprobleme mit ihrem Kind gibt. Dies kann aufgrund schwieriger Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett oder Stillbeziehung sein. Es sind überwiegend Frauen, die mit sich und ihrer neuen Aufgabe als Mutter hadern und die massiven Stress erfahren. Häufig sind sie physisch erschöpft. Viele von ihnen wissen zwar auf der kognitiven Ebene sehr viel über die Mutterschaft und Kinderbetreuung, sind aber ungenügend mit sich selbst verbunden und klagen über fehlende Muttergefühle.
Oft haben diese Mütter zudem ein Baby, das viel und scheinbar grundlos schreit. Der mütterliche Stress wird manchmal vom Baby zum Ausdruck gebracht. Werden dann der Fokus und die Erwartungen im weiteren Verlauf nur auf das Kind gesetzt, bleibt der Stresspegel hoch, und das Kind kann nicht zur Ruhe kommen. Ich kläre die Mütter zu Beginn der Therapie folgendermaßen auf: Ich arbeite primär mit dir, und wir beziehen dann nach und nach dein Kind mit ein. Die Emotionelle Erste Hilfe (EEH), deren ich mich dabei bediene, ist eine Form der Krisenintervention mit Elementen aus der Körperpsychotherapie. Ihr Ziel ist es, die Mutter-Kind-Bindung zu stärken. Sie lässt sich auch sehr gut bei der Vorbereitung auf eine bewusste Elternschaft einsetzen. Grundsätzlich kann mich jede Mutter aufsuchen, die bei ihrer Aufgabe an ihre Grenzen kommt, zum Beispiel, wenn ihr Kind im sogenannten Trotzalter ist. Meine Lieblingsworte bezüglich meiner Arbeit sind: Herunterfahren, Verlangsamen, Zentrieren und Stabilisieren. Die Mutter soll zuerst Halt in sich selbst finden, damit sie dann auch ihrem Kind Halt geben kann.

Sibylle Lüpold: Warum ist Stillen für heutige Mütter so schwierig?
Giovanna Caflisch: Informationen erhalten Mütter heute hauptsächlich via Ratgeberliteratur und Internet. Es fehlt jedoch eine innere Orientierung. Genau um das geht es dann in meiner Arbeit: Ich möchte eine Mutter einerseits darin unterstützen, Stress in ihrem Leben zu reduzieren und ihr Lebenstempo zu verlangsamen, andererseits soll sie in Kontakt mit ihrer inneren Stimme und ihrer Intuition treten. Eine Mutter, die nicht mit sich selbst verbunden ist, kann kaum Bindung zu ihrem Kind aufbauen. Der westliche berufstätige Mensch befindet sich ständig in einer unglaublichen Hektik und einem Aktivismus, der nach außen orientiert ist. Wir glauben, alles planen und bestimmen zu können, sogar die Empfängnis. Viele Frauen, die berufstätig sind und schwanger werden, haben Mühe damit, das Tempo ihrer bisherigen Lebensweise zu verlangsamen. Das kann dann auch zu Stillproblemen führen; es wird zu schnell und zu viel getan, obschon Stillen eigentlich ein passiver, zulassender Akt ist. Von daher wäre es sehr sinnvoll, Frauen schon vor der Schwangerschaft auf das Muttersein vorzubereiten. Wenn sie lernen könnten, sich zu öffnen, loszulassen und einfach zu sein, könnten sie ihre Mutterschaft entspannter angehen und genießen.


Foto: www.pexels.com

Auch in unserer westlichen Gesellschaft können und müssen wir versuchen, Ruhe und Achtsamkeit in unseren Alltag zu integrieren. Das könnte schon im Kindergarten beginnen, wo Momente der Stille eingehalten würden. Wenn wir unser Tempo verlangsamen und innehalten, kommen wir in Kontakt mit unseren Emotionen, die nicht immer nur angenehm sind. Gefühle der Angst oder der Langeweile müssen dann ausgehalten werden können, dafür begegnen wir unserem Selbst. Der westliche Aktivismus könnte auch als Versuch bezeichnet werden, seinem eigenen Selbst nicht begegnen zu müssen. Dabei könnte genau dies die Wachstumschance für jeden Einzelnen sein. Hinzu kommt, dass viele Mütter unter einer großen Vereinsamung und sozialen Isolation leiden.
Um mit einem Neugeborenen in Beziehung zu treten, müssen wir ruhiger werden. Ein Baby will gestillt werden, nicht nur ernährungstechnisch. Dem messen wir viel zu wenig Bedeutung bei. Aber nicht nur das Baby muss sowohl mit Nahrung als auch mit emotionaler Zuwendung genährt werden, sondern auch die Mutter und der Vater! Bei uns werden die Mütter nach der Geburt viel zu wenig umsorgt. Wenn ich Paare auf die Geburt vorbereite, dann frage ich sie, wer sich im Wochenbett um sie (beide!) kümmern wird. Wer kommt vorbei, kauft ein, kocht und hilft im Haushalt? Manche Mütter sind wortwörtlich am Verhungern, weil sie kaum noch Zeit finden, sich hinzusetzen und in Ruhe zu essen.
Eine Mutter muss sich in einem nährenden und Sicherheit spendenden Umfeld befinden, damit sie sich auf ihr Kind einlassen und wirklich für es da sein kann. Diese die Mutter und das Kind schützenden Rahmenbedingungen sind in unserer Kultur oft nicht mehr gegeben. Zum Glück kommt es langsam zu einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel.

Sibylle Lüpold: Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Eine Mutter klagt darüber, dass ihr Baby viel schreit, und sie ist besorgt, dass ihre Milch nicht ausreicht, um es zu ernähren. Genau dieser Stress kann dazu führen, dass die Milchmenge zurückgeht und/oder das Kind die Brust verweigert. Wie gehen Sie da vor?
Giovanna Caflisch: Als Allererstes versuche ich der Mutter zu helfen, sich selbst "anzubinden". Sie muss die Konzentration weg vom Kind auf sich selbst lenken. Anstatt sich darüber Sorgen zu machen, ob und wie viel ihr Kind an der Brust getrunken hat, kann sie sich fragen: Wie fühlt sich das Stillen für mich an? Unter welchen Umständen kann ich das Stillen genießen? Und wenn sie sich auf ihr Kind konzentriert, dann indem sie es wirklich anschaut und zu spüren versucht, wie es ihm geht. Sieht es satt und zufrieden aus? Viele Menschen brauchen immer messbare Werte: Wie schwer ist ein Kind? Wie viele Milliliter Milch hat es getrunken? Das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung kommt dabei völlig abhanden.
Das beginnt ja schon nach der Geburt: Da wird das Kind vermessen und muss nach einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge zugenommen haben. Wenn das nicht der Fall ist, wird Stress erzeugt, was die Stillprobleme vergrößern kann. Dabei könnte man Mutter und Kind einfach einmal in Ruhe sich kennenlernen und in der neuen Welt ankommen lassen. Zudem fokussieren viele sich auf das Kind, anstatt die Mutter auch einmal nach ihrem Befinden und ihren Bedürfnissen zu fragen.
Es kann vorkommen, dass Mütter beim Stillen mit der archaischen Angst in Kontakt kommen, dass ihr Kind nicht genug Nahrung bekommen könnte. Wenn wir uns bedroht fühlen, geraten wir automatisch in einen Stresszustand, in dem sich unser Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitet. In modernen Spitälern herrscht oft eine Atmosphäre, die von Angst geprägt ist: Ärzte und Pflegende sind stets auf alle Komplikationen vorbereitet und befürchten, etwas zu verpassen. Dieser Stress, der sich dann auf die sensible Mutter überträgt, ist bindungsschwächend. Wie sollte sie da gleichzeitig genug Ruhe und Zuversicht haben, um sich auf ihr Baby einzulassen?
Eine Babywaage kann sinnvoll sein, wenn sie dazu eingesetzt wird, eine Mutter zu bestätigen. Wenn aber das Wiegen des Babys dazu führt, dass es bei einer Mutter Angst erzeugt und dadurch die Stillbeziehung beeinträchtigt, ist es kontraproduktiv.

Sibylle Lüpold: Was müsste an der Stillförderung verbessert werden?
Giovanna Caflisch: Jeder, der als Berater tätig ist, sollte zuerst einmal genau bei sich schauen. Einen anderen Menschen zu beraten, bedeutet ja nicht nur, Wissen und Techniken zu vermitteln, sondern in erster Linie eine Bindung aufzubauen. Ohne Bindung, ohne Vertrauen, ist mein Gegenüber auch nicht offen für meine Empfehlungen. Die Stillförderung ist wichtig und hat viel erreicht, aber sie ist manchmal zu technisch und auf intellektuelles Wissen fokussiert. Wir denken, dass wir die Stillraten verbessern können, indem wir den Müttern noch mehr Wissen und noch bessere Methoden vermitteln. Dabei vergessen wir, dass wir als Beraterinnen primär Mensch sind.
Dass wir über wertvolle fachliche Grundlagen zu Themen wie Stillen, Entwicklung des Kindes, Mutterschaft usw. verfügen, ist enorm wertvoll. Nun muss es aber noch in unsere Lebensweise integriert werden. Das fängt in der Schule an. Es reicht nicht, über Verhütung zu sprechen. Wir müssen den Kindern auch beibringen, wie ein Baby betreut wird und was Elternschaft bedeutet.
Erfahrung und Zugang zur eigenen Intuition kann aber nicht gelehrt werden. Dazu braucht es eben ein Innehalten und eine Selbstanbindung.

Sibylle Lüpold: Wie arbeiten Sie mit einer Mutter, die abstillen muss oder möchte?
Giovanna Caflisch: Ich prüfe zuerst, welche Unterstützung sie bekommen kann. Ein funktionierendes soziales Netz muss aufgebaut und jede mögliche Hilfe mobilisiert werden. Die Mutter soll sich in einer sicheren und ruhigen Umgebung um ihr Baby kümmern können. Manchmal muss auch der Vater entlastet werden. Es ist sehr wichtig, dass die Mutter ihre Ressourcen erkennt. Was tut ihr gut? Was hilft ihr? Wenn das alles nicht hilft, die Stillbeziehung zu verbessern, dann rede ich mit der Mutter darüber, was denn genau ihre Motivation zum Stillen ist. Was würde im schlimmsten Fall passieren, wenn sie ihr Kind nicht stillen kann? Hier kann es dann zu einem Trauerprozess kommen, der verarbeitet werden muss. Die Mutter muss Abschied nehmen von ihrem inneren Ideal der "perfekten" Mutter und manchmal auch vom Ideal des "perfekten" Kindes. Sie kann darin begleitet werden, ihre Vorstellungen loszulassen.
Es geht aber primär immer um Wertschätzung und Anerkennung ihrer Leistung, egal, ob sie stillt oder nicht. Es gibt außerdem nicht einfach die Stillbeziehung. Jede Beziehung zwischen einer Mutter und einem Kind ist einzigartig. Auch wenn eine Mutter nicht ausschließlich stillt, kann ihre Stillerfahrung sehr wertvoll und bereichernd sein. Manchmal geht es darum, an einem Konflikt zu arbeiten und ihn zu lösen, manchmal muss eine Situation bewusst verändert werden. Da kann auch das Abstillen dazugehören. Wenn die Bindung zwischen Mutter und Kind nicht von Anfang an gelingt, kann das mit Hilfe einer geeigneten Therapeutin, eines geeigneten Therapeuten auch noch später gelingen.

Dieses Interview steht im Buch Stillen ohne Zwang, Sibylle Lüpold, 2013

4. Newsletter 16. April 2024

In Erinnerung an Remo Largo

Vor Kurzem fiel mir wieder einmal das Buch "Babyjahre" von Remo Largo in die Hände. Ich hatte lange nicht mehr darin gelesen und staunte, wie wertvoll dieser Klassiker gerade auch in Bezug auf den Kinderschlaf nach wie vor ist. Dass Remo Largo, Professor für Kinderheilkunde und grosser Verfechter der individuellen kindlichen Entwicklung, vor fast vier Jahren gestorben ist, ist ein echter Verlust für diese Welt. Kaum ein Kinderarzt hat weltweit so viel bewegt wie er. Und trotz diesem enormen Erfolg war er stets nahbar und bescheiden. Ich erinnere mich gut, wie ich ihm vor fast zwanzig Jahren, nachdem ich erfahren hatte, dass es so etwas Unmenschliches wie die Ferbermethode gibt, einen Brief geschrieben hatte, mit der Bitte, er möge doch etwas dagegen unternehmen. Meine absolut naiven Zeilen landeten keineswegs in seinem Papierkorb, vielmehr rief er mich zwei Tage später an und fragte mich, was ich mir denn genau vorstelle. Wir führten ein für mich äusserst wertvolles Gespräch, in dem er mir erklärte, dass seine Art, für die Bedürfnisse unserer Kinder einzustehen, nicht sei, gegen etwas zu sein, sondern sich für etwas einzusetzen. Das hat mich schwer beeindruckt und begleitet mich als Leitsatz bis heute. Zudem ermunterte er mich damals, selbst aktiv zu werden und ein Buch zu schreiben, was ich dann glücklicherweise auch getan habe. Somit hat Remo Largo auch dazu beigetragen, dass es 1001kindernacht® heute gibt.

In seinem Buch (Ausgabe 2007) hat es viele wunderbare Sätze, von denen ich hier einige zitieren möchte:

"Die psychischen Bedürfnisse eines Kindes sind schwieriger wahrzunehmen und deshalb auch weniger leicht zu befriedigen als die körperlichen. Damit es einem Kind gut geht, muss es sich geborgen und angenommen fühlen. Geborgenheit setzt die Nähe vertrauter Personen voraus. Ein Kind kann, insbesondere in den ersten Lebensjahren, nicht alleine sein. Es braucht eine vertraute Person, die ihm jederzeit Nähe, Hilfe und Schutz geben kann." (S.14)


"Neben der Intuition spielen die eigenen Kindheitserfahrungen eine wesentliche Rolle. Wie sich die Eltern als Kinder gefühlt und wie sie ihre eigenen Eltern erlebt haben, beeinflusst wiederum ihre Erziehungsverhalten. Dieses wird schliesslich, je älter das Kind wird, zunehmend von überlieferten Grundhaltungen und Normvorstellungen bestimmt. Letztere übernehmen die Eltern in Gesprächen mit Verwandten und Bekannten oder aus den Medien. Sie gehen beispielsweise davon aus, dass ein Kind im Alter von 3 Monaten nachts durchschläft, dass es mit einem Jahr die ersten Schritte macht und mit 2 Jahren spricht. Solche Vorstellungen entsprechen den Kindern aber nur ausnahmsweise, da sich Kinder sehr unterschiedlich entwickeln. Normvorstellungen wecken falsche Erwartungen und verunsichern die Eltern. Sie erwarten beispielsweise, dass ein 1-jähriges Kind 12 Stunden pro Nacht schläft. Es gibt Kinder auf die diese Annahme zutrifft, für die Mehrheit der Kinder gilt sie aber nicht." (S. 18)


"Eltern müssen sich nicht ständig aktiv darum bemühen, damit ihr Kind Fortschritte macht. Es braucht nicht «gefördert» zu werden. Das Kind entwickelt sich aus sich heraus, solange sein körperliches und psychisches Wohlbefinden gewährleistet ist und es entwicklungsspezifische Erfahrungen machen kann. (...) Für jeden Entwicklungsschritt gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, an dem das Kind innerlich dazu bereit ist. Wann es soweit ist, zeigt uns das Kind mit seinem Verhalten an." (S. 20/21)


"Das Kind bindet sich an die Eltern unbesehen davon, ob es sich um liebevoll verständige Eltern oder um «Rabeneltern» handelt. Ein Kind kann von seinen Eltern noch so sehr vernachlässigt werden, es wird über viele Jahre die Beziehung zu ihnen nie grundsätzlich infrage stellen." (S. 51)


"Kinder sind ihren Eltern vorbehaltlos zugetan und ihnen damit auch auf Gedeih und Verderb ausgeliefert! Dies sollten wir als Eltern immer bedenken. Die Kinder lieben uns nicht nur, weil wir so grossartige Eltern sind." (S. 52)


"Kinder orientieren sich weit weniger an dem, was Eltern und Bezugspersonen von ihnen verlangen, als vielmehr an dem, was sie von diesen konkret vorgelebt bekommen." (S. 65)


"In der westlichen Welt müssen wir uns ernsthaft fragen, ob unser Umgang mit dem Säugling seinem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit gerecht wird. Mindestens ein Teil der Kinder scheint für das körperliche und psychische Wohlbefinden während des Tages, aber auch in der Nacht auf einen ausgedienten Körperkontakt angewiesen zu sein." (S. 209)


"Aus unerfindlichen Gründen sind viele Eltern der Ansicht, dass Kinder alleine besser schlafen. Das Gegenteil trifft zu. Gemeinsames Schlafen hat für die Kinder und die Eltern einen immensen Vorteil: Die Kinder fühlen sich nachts nicht alleingelassen! Kinder, die mit ihren Geschwistern schlafen, suchen nur ausnahmsweise und dann zumeist aus einem triftigen Grund, beispielsweise wegen Krankheit, das elterliche Schlafzimmer auf." (S. 232)

"Zwischen 2 und 7 Jahren hat fast die Hälfte der Kinder irgendwann mindestens einmal pro Woche im Laufe eines Jahres oder mehrere Jahre im Elternbett geschlafen. Offensichtlich können diese Kinder nachts nicht allein sein. Dies erstaunt eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Kinder tagsüber auch nicht allein sein können. Weshalb also sollen sie nachts, wenn sie doch mehrmals aufwachen, dazu fähig sein?" (S. 236)



"Es gibt keinen stichhaltigen Grund, weshalb ein Kind allein schlafen soll, aber gute Gründe dagegen. Dies sollten alle Eltern bedenken, wenn ihr Kind im Elternschlafzimmer erscheint." (S.237)


"Kein Ratschlag kann so gut sein wie die konkreten Erfahrungen, die Eltern mit ihrem Kind machen. Nur über die Erfahrung können Eltern die Individualität ihres Kindes erfassen und lernen, kompetent darauf einzugehen." (S. 259)


Wer Remo Largo nicht kennt, bekommt im Trailer zu seinem Film einen kleinen Eindruck: Remo Largo

©Sibylle Lüpold

3. Newsletter 12. März 2024

Die Zeitumstellung

Am 31. März ist es wieder so weit: Wir stellen die Uhren auf Sommerzeit um und verlieren zumindest in dieser Nacht eine Stunde Schlaf. Aus biologischer Sicht ist die Zeitumstellung eine Zumutung für unseren Organismus und sollte dringend abgeschafft sein. Der Grundgedanke, dass dadurch Energie gespart würde, ist schon lange nicht mehr gültig. (1)
Der Chronobiologe Prof. Till Rönneberg ist einer der grossen Kritiker der Zeitumstellung und plädiert dafür, diese abzuschaffen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass wir ganz auf die Winterzeit, die unsere "natürliche Zeit" ist, umstellen. (2) Warum?
Durch die Verschiebung unserer Lebensweise während der Sommermonate haben wir morgens weniger Licht und abends mehr. Für unsere innere Uhr und die zirkadian gesteuerten Abläufe im Körper, die auch den Schlaf beeinflussen, wäre viel Licht am Morgen und weniger Licht am Abend sinnvoll. Bei vielen Menschen ist der Schlaf in den Sommermonaten verkürzt und gestört. Der sogenannt "soziale Jetlag", zu dem es dann kommt, hat massive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit.


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Was bedeutet die Umstellung im Frühling für Eltern kleiner Kinder?

Einige Eltern, die unzufrieden sind, weil ihr Kind morgens zu früh wach wird, profitieren jetzt. Die Kinder werden nämlich ab Anfang April abends eine Stunde später müde und schlafen morgens eine Stunde länger.
Für Eltern von Kindern, die abends sehr spät einschlafen, verschlechtert sich die Situation, weil ihre Kinder abends nun noch später müde werden.
Zudem tun sich alle Kinder in den Sommermonaten schwerer, zur gewohnten Zeit zu Bett zu gehen, da es länger hell ist.

Das Verschieben des Schlaf-Wach-Rhythmus

Was können Eltern grundsätzlich tun, wenn sie mit den Schlafenszeiten ihres Kindes unglücklich sind?
Zuerst mal ist es wichtig zu wissen, dass der Schlafbedarf eines Kindes genetisch bedingt ist. Jedes Kind braucht unterschiedlich viel Schlaf. Auch Geschwisterkinder können einen ganz unterschiedlichen Schlafbedarf haben, so dass es durchaus möglich ist, dass das ältere Kind mehr Schlaf braucht als das jüngere.
Im Internet kursieren viele Tabellen, die angeben, wie viele Stunden Schlaf ein Kind in welchem Alter benötigt. Meistens sind nur die Durchschnittswerte angegeben, so dass viele Eltern irritiert sind, weil ihr Kind angeblich zu viel oder zu wenig schlafe. 1001kindernacht® arbeitet mit den Zürcher Perzentilenkurven, deren Bandbreite sehr gross ist. So schlafen manche Kinder nach der Geburt nur 11, andere hingegen ganze 19 Stunden pro Tag. Alles, was in diesem Bereich liegt, ist normal. Ein Kind, das sich gut entwickelt, im Wachzustand zufrieden und an seiner Umgebung interessiert ist, bekommt genug Schlaf – auch wenn es tagsüber mehrere kurze Schläfchen macht und nicht 2 Stunden am Stück schläft, wie vielleicht das Nachbarskind.
Im Verlauf der Kindheit nimmt der Gesamtschlafbedarf langsam ab. Wenn Eltern sich nicht laufend am Kind, sondern an ihrer Vorstellung, wann es schlafen sollte, orientieren, kommt es oft vor, dass es ins Bett gebracht wird, wenn es noch gar nicht müde ist. Kinder sollten aber immer nur so viel Zeit im Bett verbringen, wie sie schlafen können – sonst kann es zu (Ein)Schlafstörungen und Widerstände, zu Bett zu gehen, kommen. (3)
Der Schlafbedarf lässt sich also nicht verlängern, aber der Schlaf-Wach-Rhythmus lässt sich (ca. ab 9 Monaten) verschieben, sollte er sehr ungünstig sein.

A) Was muss ich tun, wenn mein Kind abends zu spät einschläft?

In diesem Fall beginnt die Umstellung am Morgen, indem das Kind früher geweckt wird. Auch der Tagesschlaf muss dann früher angesetzt werden, damit das Kind in der Folge abends früher müde ist.

B) Was muss ich tun, wenn mein Kind morgens zu früh aufwacht?

In diesem Fall beginnt die Umstellung am Abend, indem das Kind später zu Bett gebracht wird. Dadurch schläft es morgens länger. Damit es abends länger durchhält, muss in der Folge auch der Tagesschlaf später angesetzt werden.

Ob Variante A oder B umgesetzt wird: Es lohnt sich, in kleinen Schrittchen zu schieben, also jeden Tag nur 10-15 Minuten in die gewünschte Richtung.
Zudem müssen die Eltern 7-14 Tage Geduld haben, bis sich der Organismus des Kindes umgestellt hat. Es ist gut möglich, dass in den ersten Tagen noch gar kein Effekt feststellbar ist. Wenn Eltern Unterstützung brauchen, lassen sie sich am besten von einer Fachperson beraten.

©Sibylle Lüpold

1) https://www.test.de/Zeitumstellung-Sommerzeit-Winterzeit-das-muessen-Sie-wissen-4828889-0/
2) https://www.test.de/Zeitumstellung-Sommerzeit-Winterzeit-das-muessen-Sie-wissen-4828889-0/#id5531803
3) Jenni O., Benz C.: Schlafstörungen. Pädiatrie up2date 2007. Nr.4. 309-333

2. Newsletter 10. Februar 2024

Stressige Einschlafbegleitung, wenn Besuch da ist

Elenas Frage: "Das Einschlafbegleiten von Tim (1 Jahr alt) finde ich eigentlich sehr schön und es klappt auch sehr gut. Ich lege mich mit ihm ins Elternbett und stille ihn. Meistens dauert es eine halbe Stunde, bis er endlich eingeschlafen ist, aber für mich ist das jeweils ein ruhiger Moment, den ich geniesse, da auch ich nach einem hektischen Tag herunterfahren kann. Wenn er eingeschlafen ist, stehe ich in der Regel nochmals auf, um etwas zu erledigen oder mit meinem Mann Zeit im Wohnzimmer zu verbringen.
Was mich aber total stresst, ist, wenn wir Besuch haben und ich dann so lange wegbleibe, weil ich Tim ja in den Schlaf begleiten muss. Ich habe dann immer den Eindruck, die anderen seien irritiert, weil wir Tim nicht einfach hinlegen und alleine in den Schlaf finden lassen können. Meistens dauert es genau an diesen Abenden besonders lange, bis Tim endlich schläft und ab und zu höre ich abschätzige Bemerkungen von unserem Besuch, die mir das Gefühl vermitteln, es total falsch zu machen. Mache ich denn etwas falsch?"

Sibylles Antwort: Elena macht überhaupt nichts falsch! Viele Stillkinder schlafen mit einem Jahr noch sehr gerne an der Brust ein. Es gibt überhaupt keinen Grund, dies zu verändern, wenn es gut klappt und für alle stimmig ist – was bei Elena und Tim ja beides der Fall ist (mehr Infos zum Einschlafstillen siehe Still-Lexikon). Dass dieser Zustand, der im Alltag nicht störend ist, auf einmal zum Problem wird, wenn Besuch da ist, ist verständlich. Aus Sicht von Tim ist aber genau in dem Moment nicht zu erwarten, dass er sich einfach hinlegen lässt oder dass er dann besonders schnell einschläft. Er möchte natürlich genauso einschlafen wie immer und tut sich an dem Abend vermutlich schwerer als sonst, loszulassen, da er vielleicht noch gerne bei den anderen geblieben wäre oder da er Elenas Anspannung spürt. Kleine Kinder benötigen oft dann besonders lange mit Einschlafen, wenn die Begleitperson ungeduldig darauf wartet. Das Kind spürt deren Anspannung und kann diese nicht anders deuten, als dass es eine Gefahr geben muss. Also bleibt es besser wachsam, da ja jeden Moment etwas passieren könnte.

Welche Möglichkeiten hat Elena, ihre unangenehme Situation (oder ihre Einstellung dazu) zu verändern?

1.) Vielleicht muss sie Tim ja gar nicht ins Bett bringen und er schläft im Arm oder an der Brust in Gegenwart des Besuchs ein. Wenn Elena nicht gerne vor den Augen der anderen stillt, kann sie sich etwas abseits in einen abgewandten Sessel setzen und den Gesprächen der anderen trotzdem noch folgen.





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2.) Wenn Tim in Gegenwart der anderen nicht zur Ruhe kommt, dann darf Elena auf jeden Fall warten, bis er wirklich müde ist, auch wenn das an diesem Abend halt etwas später wird. Wenn sie sich dann mit ihm ins Schlafzimmer zurückgezogen hat, ist es wichtig, dass sie sich auf ihre eigenen Emotionen fokussiert. Indem sie ruhig und tief atmet, kann sie sich entspannen und vermittelt Tim nonverbal: «Es ist alles gut! Du kannst loslassen – ich bin da!» Elena muss sich nicht innerlich unter Druck, dass es gerade heute besonders schnell gehen soll, sondern rechnet besser im Vornherein damit, dass es heute eventuell länger dauern wird.

3.) Wenn es für Elena sehr wichtig ist, bei ihrem Besuch bleiben zu können, könnte an diesem Abend auch der Papa die Einschlafbegleitung übernehmen. Wenn er noch kein vertrauter Einschlafbegleiter für Tim ist, könnte das allerdings schwierig werden. Je öfter er diese Aufgabe übernimmt (nicht nur, wenn Besuch da ist), desto besser klappt das sicher. Eventuell akzeptiert Tim als Alternative gut, wenn Papa ihn im Tragetuch (bei einem kurzen Spaziergang) in den Schlaf finden lässt.

4.) Die Situation hat jedoch auch mit Elenas Selbstbewusstsein als Mutter zu tun: Die Frage ist ja, weshalb sie sich durch den Besuch so verunsichern lässt. Es könnte sein, dass dieser gar kein Problem damit hat und sie sich unnötig unter Druck setzt. Am besten spricht sie die Situation an, in dem sie selbstbewusst sagt: "Tim kann am besten einschlafen, wenn ich bei ihm bin und deshalb werde ich Euch nun einen Moment alleine lassen. Ihr könnt ja in der Zwischenzeit vielleicht schon mal (...). Wenn ich zurück bin, essen wir den Nachtisch. Komm Tim, wir sagen Gute Nacht!" Vielleicht sagt der Besuch dann: "Oh, das kennen wir – bei unseren Kindern war das genauso. Stress Dich nicht – wir warten hier auf Dich!" In diesem Fall kann sie Tim ganz entspannt in den Schlaf stillen und muss nicht darüber spekulieren, was die anderen vielleicht denken. Wenn dann doch ein abschätziger Kommentar kommt, könnte sie sagen: "Ich wäre froh, wenn Ihr akzeptiert, dass wir so mit Tim umgehen, wie wir es für richtig halten. Wir waren in einer Schlafberatung und haben uns ausgiebig informiert. Wir finden diesen Weg sowohl für Tim als auch für uns stimmig." Oftmals werden junge Eltern vom Umfeld so lange verunsichert, bis sie selbst innerlich Klar- und Sicherheit gewonnen haben, wie sie es machen wollen. Eltern, die von etwas überzeugt sind, strahlen dies auch aus und werden viel weniger zur Zielscheibe von Kritik oder Verbesserungsvorschlägen.

Viele solcher Dilemmas entstehen dadurch, dass wir zwei Dinge gleichzeitig wollen. Elena möchte Tim so in den Schlaf begleiten, wie er es noch braucht, gleichzeitig möchte sie in den Augen des Besuchs "kompetent" dastehen und vorweisen können, dass ihr Kind problemlos und alleine einschläft. Solche Dilemmas lösen sich automatisch, wenn wir einen der beiden Wünsche loslassen. Entweder kann Elena Tim ab sofort beibringen, ohne sie einzuschlafen, damit sie – wenn Besuch da ist – der gesellschaftlichen Erwartung entspricht oder aber sie übernimmt nicht länger die Verantwortung dafür, was die anderen denken und macht es (selbstbewusst) auf ihre Weise. Da aus meiner Sicht nur diejenigen Eltern wirklich entspannt und glücklich unterwegs sind, die einen individuell stimmigen Weg finden, würde ich persönlich zu Variante 2 tendieren.

©Sibylle Lüpold

1. Newsletter 11. Januar 2024 

Wir kommunizieren auch im Schlaf

"Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren." Dieser Satz stammt von Paul Watzlawick, dem berühmten Kommunikationsphilosophen. Das heisst, wir kommunizieren ständig, auch wenn wir gerade gar nicht mit jemandem sprechen. Nehmen wir an, wir sitzen in einem Wartezimmer zusammen mit einer uns fremden Person. Diese sitzt ein paar Meter von uns entfernt und wir beide lesen etwas. Obschon wir uns nicht ansehen und schon gar nicht miteinander reden, sind wir im Austausch. Wir nehmen im Augenwinkel wahr, was der andere gerade tut, hören seine Geräusche, nehmen seinen Geruch wahr etc... All das gibt uns Informationen über unser Gegenüber und hat Einfluss auf unser Verhalten, das wiederum genauso wahrgenommen wird. Auch ohne Worte stehen wir jederzeit im Austausch mit unseren Mitmenschen - ob wir wollen oder nicht. Watzlawick hat mit seiner Theorie unser Verständnis über Kommunikation radikal und nachhaltig verändert.

Das heißt konsequenterweise, dass wir sogar im Schlaf miteinander kommunizieren. Selbstverständlich nonverbal, was aber sowieso um die 80% der gesamten Kommunikation ausmacht; nur 20% (oder weniger) sind verbale Verständigung. Wenn zwei schlafende Menschen nachts nebeneinander liegen und scheinbar nichts tun, kommunizieren sie trotzdem auf subtile Weise miteinander.





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Während wir schlafen, ist unser Gehirn nämlich sehr aktiv. Ausser im Tiefschlaf nehmen wir via Sinnesorgane auch schlafend Informationen aus unserer Umgebung auf: Wir fühlen die Schlaffläche, die Decke, die Temperatur, wir hören Geräusche und nehmen bei jedem Atemzug den Geruch um uns herum wahr. Hören wir plötzlich einen ungewohnten Lärm oder fühlen wir, dass die Matratze nass ist, werden wir wach.
Stellen wir uns vor, wir schlafen in einem grossen Raum auf nebeneinander liegenden Matten neben unbekannten Menschen: Die ersten paar Nächte würden wir nicht sehr tief schlafen, da die ungewohnten Geräusche, Bewegungen und Gerüche uns irritieren.
Mit der Zeit gewöhnen sich Menschen an neue "Bettgenossen" und werden in der Regel nicht mehr wach, wenn der andere sich bewegt oder laut atmet.

Neuere Forschung weist darauf hin, dass man mit schlafenden Menschen sogar verbal kommunizieren kann. So konnten schlafende Testpersonen auf sprachliche Stimuli von aussen korrekt antworten. Französische Neurowissenschaftler luden 21 gesunde Probanden in ein Schlaflabor ein. Bevor sie schlafen gingen, machten die Versuchsleiter mit ihnen folgende Übung: Sie sagten ihnen Wörter vor, teils echte und bekannte, teils erfundene und sinnlose. Nach den echten mussten die Probanden dreimal kurz lächeln, nach den erfundenen dreimal kurz die Stirn runzeln. Nun wiederholte man das Ganze, während die Testpersonen schliefen: Einige antworteten auch im Schlaf mit der korrekten Mimik. Da die Probanden mehrmals lächelten und die Stirn runzelten, konnte es sich nicht um zufällige Zuckungen handeln. Auch dass sie wach waren, konnte anhand der elektrischen Hirnaktivität, der Herzfrequenz und des Muskeltonus klar ausgeschlossen werden.
Schlafende sind also keineswegs "bewusstlos" und von der Aussenwelt abgeschirmt. Wir sind sogar in der Lage, im Schlaf Botschaften zu empfangen und zu senden. Diese Erkenntnis ist in Bezug auf das Verständnis von Schlaf und Bewusstsein revolutionär.
Auch in anderen Studien wurde dieses Thema untersucht. Wissenschaftler aus Osnabrück liessen schlafende Testpersonen sogar Matheaufgaben lösen. Die sogenannte Methode des "Interactive Dreaming", also der Austausch zwischen einer träumenden und einer wachen Person, ebnet als vielversprechender Ansatz den Weg für weitere Forschung.

Für uns von 1001kindernacht® bedeuten diese Erkenntnisse vor allem eines: Beziehung findet auch nachts und im Schlaf statt. Es macht einen Unterschied, ob wir nur den Tag oder auch die Nachtstunden miteinander verbringen und im Austausch sind. Für die kindliche Entwicklung ist die Verständigung, die sogar im Schlaf mit den Eltern stattfinden kann und dem Kind vermittelt: "Wir sind da – Du bist in Sicherheit!" besonders in den ersten Jahren von grosser Bedeutung.

©Sibylle Lüpold

Quellen: